Beste Leistung der Rückrunde trotz Niederlage

Nach einer durchzogenen Leistung gegen das Schlusslicht Embrach die Woche zuvor, ging es für die Legion nach Baar in die Waldmannhalle. Gut gelaunt trafen die Spieler ein und gingen in ihre gewohnte Vorbereitung.

Doch die erste Ungewöhnlichkeit liess nicht lange auf sich warten. Die Legionäre staunten nicht schlecht als eine komplette Guggenmusik in der Halle eintraf und das Einschiessen mit ihrer Musik unterstützte. Fasnächtler Clerc hatte da schon einen Glanz in seinen Augen, der darauf deuten liess, dass es einen unangenehmen Abend für seine Gegenspieler werden sollte.

Nach einem letzten Einfeuern in der Garderobe bliesen die Legionäre zum Angriff und stürmten in Richtung Halle. Doch das Einlaufen in die Halle wurde verzögert, denn die Indianer liessen auf sich warten. So musizierte das Duo Weibel/Meindel für die gesamte Truppe. Dann konnte es losgehen und die beiden Mannschaften liefen in die Halle ein.

Die White Indians starteten besser ins Spiel und die Legionäre hätten sich über einen frühen Rückstand nicht beschweren dürfen. Doch bis zur Hälfte des Drittels glichen sich die Stärkeverhältnisse aus und LWS kam zu besseren Chancen und mehr Spielanteil. In der 17. Minute ging die Legion durch N. Peterhans auf Pass von Dauwalder in Führung. In der 20. Minute wurde ein Indianer auf die Strafbank beordert, doch die 41 Sekunden Powerplay konnten vor der Pause nicht genutzt werden.

Nach einem kurzen Pausentee startete die Legion im Powerplay ins Drittel konnte die Überzahl nicht in ein Tor ummünzen. In der 23. Minuten erzielten die Baarer ihren ersten Treffer und doppelten in der 27. Minute nach. Doch Fasnächtler Clerc, der sich den Start der diesjährigen Fasnacht nicht vermiesen wollte, traf per Direktabschluss keine Minute später. Nun ging das Spiel hin und her, die Defensive war für ein Drittel zweitrangig. In der 32. Minute folgte das Highlight des Abends. Nach einem weiten Auswurf vom Torhüter Lepri, zimmert Domi «boom, boom» Bumbacher den Ball Volley ins hohe weite Eck. Ekstase auf der Seite von LWS. Capitano N. Baumgartner war noch innerlich am Jubeln, so dass er nur 40 Sekunden nach dem Traumtor auf die Strafbank musste. Das Boxplay hielt jedoch dicht und die Legion überstand die Unterzahl unbeschadet. In der 36. Minute gingen die Indianer zum dritten Mal im Spiel in Führung. Nach 38 gespielten Minuten wanderte Weibel für einen Stockschlag auf die Strafbank, diese konnte jedoch nicht von den Indianern ausgenützt werden.

Nach einem kurzen Durchschnaufen in der Garderobe ging es mit der Unterzahl ins dritte Drittel. Doch auch diese 41 Sekunden blieben ungenutzt. Fünf gegen fünf wurde nur kurz gespielt, lediglich 16 Sekunden nach Ablauf der Strafe wanderte ein Baarer für ein Halten auf die Strafbank. Auch das vierte Powerplay im Spiel blieb ohne Folgen. 90 Sekunden nach Ablauf der Strafe musste erneut ein Indianer auf die Strafbank. Ein drittes Mal musste man das Powerplay der Legion nicht bitten, M. Peterhans auf S. Baumgartner – Tor. 4 zu 4 nach 46 Minuten. Die Freude dauerte nur kurz, 14 Sekunden nach Anpfiff gingen die White Indians zum vierten Mal in diesem Spiel in Führung. Jedoch hatte die Legion noch ein viertes Mal eine Antwort auf den Vorsprung. Tim «Dumbo» Dauwalder wurde von N. Peterhans mit einer Flanke bedient und erzielte den Ausgleichstreffer per Volley. Das Tor erinnerte viele an den ähnlich erzielten Treffer Dauwalders auf dem Weg zum heroischen Cupsieg gegen die Jets im Jahr 2024. Die letzten Minuten beinhalteten Grosschancen auf beiden Seiten, insbesondere Fasnächtler Clerc und WKler Meindel hatten die Möglichkeit das Game Winning Goal zu erzielen. Nach 60 Minuten ertönte die Sirene, ein Tor war nicht mehr gefallen. Nun wurde den Teams eine kurze Pause gegönnt, die Körner waren nach einem intensiven Spiel weniger geworden.

Die Verlängerung startete unglücklich für Zimmermann. Während einem Zweikampf wurde er vom Gegner unabsichtlich im Gesicht getroffen und ging mit einer blutigen und einer wahrscheinlich gebrochenen Nase zu Boden. Währenddessen sich Zimmermann mit der blutigen Nase auf den Weg in die Garderobe gemacht hatte, wischten Spieler Kalt, Physio Schaffner und die Cafeteria-Crew der White Indians den Boden sauber, was einen längeren Spielunterbruch zur Folge hatte. Glück im Unglück, das weisse Auswärtsshirt mit der Nummer 32 blieb wie durch ein Wunder unversehrt.

Nach dem Unterbruch ging das Spielgeschehen weiter. Die Legion brauchte nach der Verletzung Zimmermanns und dem langen Unterbruch einen kurzen Moment, bis sie zurück ins Spielgeschehen fanden. Von da an ging es weiter wie in der regulären Spielzeit. Chancen auf beiden Seiten, intensive Zweikämpfe und zwei Torhüter, die ein sehr gutes Spiel zeigten. In der 69. Minute wurde das Spiel nach einem gut gespielten Freistoss zugunsten der White Indians entschieden.

Nach einem langen und intensiven Spiel war die Stimmung in der Garderobe nur kurz gedämpft. Den Spielern war schnell bewusst, dass sie ein grossartiges Spiel gezeigt hatten und die Atmosphäre war fröhlicher als nach manchen Siegen in dieser Saison.

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