Bittere Auswärtsniederlage für das Herren 1 im Tessin

Gut gelaunt und voller Vorfreude besammelte sich das Herren 1 am vergangenen Samstag am Bahnhof in Baden. Es kommt selten genug vor, dass man als Team gemeinsam mit dem Zug anreist, doch die Auswärtsfahrt nach Lugano war ein passender Anlass. Das Wochenende wurde vom Eventteam als Teamanlass geplant, und so verbrachte man mehr oder weniger das gesamte Wochenende gemeinsam im Tessin. Die Stimmung war locker, aber trotzdem war allen bewusst, dass am Sonntag um 10:30 Uhr jeder Einzelne zu hundert Prozent bereit sein musste – für ein intensives Spiel gegen den bislang zu Hause nach 60 Minuten ungeschlagenen Gastgeber aus Lugano.

Erstes Drittel
Um Punkt 10:30 Uhr erklang der Startpfiff des Schiedsrichtergespanns und eröffnete das Spiel in Lugano. Die Legionäre wussten von Beginn an, wie man das Spiel zu dominieren hatte, und konnten sich mit viel Ballbesitz einen guten Start verschaffen. Trotzdem war klar, dass die Tessiner auf Konter lauern und man stets achtsam sein musste, um keine Geschenke zu verteilen. In der 6. Spielminute fasste sich Trobl ein Herz und schoss mit einer Bogenlampe wie aus dem Lehrbuch das erste Tor der Partie. Die Weichen für das heutige Spiel waren nun definitiv gestellt. Nach einem doch etwas zu offensichtlichen Handspiel der Tessiner konnte sich die Powerplay-Formation zum ersten Mal beweisen. Nach einem Zuckerpass von de Vries einmal quer durch die ganze Box – in den Worten der Schweizer Geografie: einmal von Baden nach Lugano – konnte S. Baumgartner in der 12. Minute auf 2:0 erhöhen. Baumgartner der Zweite wollte sich unbedingt nochmals im Matchdiagramm verewigen, doch etwas unglücklich wanderte er wegen einer Strafe für zwei Minuten in die Kühlbox. Auch die Tessiner wussten diese Chance zu nutzen und erzielten noch vor dem ersten Pausentee den Anschlusstreffer. Das Fazit des ersten Drittels fiel kurz und knapp aus: Man wusste noch nicht so ganz, wie man die Chancen effizient nutzen konnte, und jede Unkonzentriertheit wurde von den Gastgebern bestraft.

Zweites Drittel
Für das zweite Drittel nahm man sich klar vor, wieder die Oberhand zu gewinnen und den Vorsprung auszubauen. Es waren allerdings die Luganesi, die das Netz zuerst fanden und die Partie ausglichen. Für die Jungs von Schoop und Affolter hiess es nun, sich wieder zusammenzureissen und das Spiel in den Griff zu bekommen. Gesagt, getan: Gleich im nächsten Einsatz erkämpfte sich G. Baumgartner den Ball, und nach einem Querpass erzielte Meindl in der 25. Minute die erneute Führung. Nur zwei Minuten später dribbelte Steiger an zwei Tessinern vorbei und netzte mit einem präzisen Schuss zum 4:2 ein. Die Partie schien wieder unter Kontrolle. M. Peterhans wollte in dieser Saison die Kühlbox endlich mal nicht nur von aussen sehen und hatte ein kleines Tänzchen mit einem Gegenspieler. So wanderten beide für zwei Minuten auf die Strafbank, und man spielte 4 gegen 4. Auch die letzte nenneswerte Aktion in diesem Drittel war eine Strafe gegen die Tessiner, wodurch die Legionäre erneut in Überzahl
agieren konnten – diesmal jedoch ohne Erfolg. Auch das zweite Drittel konnte somit gewonnen werden, aber man wusste: Die Messe war noch lange nicht gelesen.

Drittes Drittel
Das Ziel war klar: So schnell wie möglich das Spiel mit einem weiteren Tor in unsere Richtung ziehen. Die drei Punkte sollten den Weg in den Aargau finden. Doch wieder war es der UHC Lugano, der den ersten Treffer des Drittels erzielte. Der Druck stieg nun deutlich, denn das Spiel war auf der Kippe und der eigene Treffer wollte einfach nicht fallen. Stets bemüht versuchte man immer wieder, den Ball im Tor unterzubringen – aber ohne Erfolg. Trotzdem war man mit einer Führung im Rücken das Team mit weniger Zugzwang. So mussten die Tessiner in der 56. Minute ihr Timeout ziehen und versuchten eine Lösung gegen die Legionäre auf dem Feld zu finden. Nach einem Ballgewinn von Weibel machte N. Peterhans wohl das Beste, was man nach einem Timeout des Gegners tun kann: Ohne zu zögern erzielte er den lang ersehnten fünften Treffer. Die Zwei-Tore-Führung war wieder da, und man war nur noch wenige Minuten vom Sieg entfernt. Doch es kam anders… Ohne den Torhüter zu ziehen, schafften es die Tessiner, einen Gang hochzuschalten und die Jungs in blau weiter unter Druck zu setzen. So konnten sie kurz darauf den erneuten Anschlusstreffer erzielen – und gleich danach mit einem Doppelschlag die Partie ausgleichen. Die Stimmung in der Halle war speziell. Das Sprichwort „Des einen Leid ist des anderen Freud“ hat wohl selten besser gepasst. Man versuchte natürlich trotzdem noch die drei Punkte zu entführen, aber auch eine Verlängerung wäre nun das Mindestziel gewesen. Doch das dritte Drittel hatte seine eigene Idee: Mit einem langen, hohen Ball versuchten die Tessiner zehn Sekunden vor Schluss, den Ball gefährlich vor das Tor der Aargauer zu befördern – mit Erfolg. Nach einem abgelenkten Pass landete der Ball pfannenfertig auf der Volleyrückhand des Tessiner Stürmers und zum dritten Mal innert drei Minuten im eigenen Netz. Kurz darauf ertönte die Sirene. Enttäuschte Gesichter auf der einen Seite, Glücksgefühle auf der anderen. Härter kann eine Niederlage kaum sein.
Nun gilt es, sich wieder zu sammeln. Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel gegen Ad Astra Sarnen in der Mülimatt an. Das Ziel ist klar: wieder zum Gewinnen zurückzufinden – und wir freuen uns auf eure Unterstützung!

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