Geglückter Saisonstart für das Fanionteam
Nach einer langen Sommerpause mit vielen Sprinttrainings unter der Leitung von Physio Carol und sechs Rico-Trainings, die alle so sehr ans Limit gebracht haben wie kein Gegner auf dem Feld, war das Team noch nie so gut auf eine Saison vorbereitet wie in diesem Jahr. Am Samstag, 13.09., war es dann endlich soweit: offizieller Saisonstart gegen den UHC Uster II. Zum ersten Mal in der neuen Heimhalle in Windisch, wenn auch nur in der kleinen Halle B. Trotzdem war jeder voller Energie – endlich ging es wieder um etwas. Nicht nur um einen guten Saisonstart und um allen zu zeigen, dass wir diese Saison vorne mitspielen wollen, sondern auch, um unserem geliebten, ehemaligen Mitspieler und heute Gegenspieler Miro Strumpf noch einen letzten Hit mit auf den Weg zu geben.
ERSTES DRITTEL
Die ersten Minuten verliefen eher ruhig. Der Ballbesitz war ziemlich ausgeglichen, es gab auf beiden Seiten ein paar Abschlüsse, aber keine wirklich gefährlichen. Man merkte jedoch sofort, dass die Legionäre mit und ohne Ball nicht so viel Druck ausübten wie in den Testspielen. War dies die Nervosität des Saisonstarts? Zum Glück gibt es bei der Legion noch Spieler aus dem letzten Jahrtausend, die schon mehr als genug Saisonstarts hinter sich haben und sich so leicht nicht aus der Fassung bringen lassen.
Ein gut abgefangener Ball von Bumbacher auf Höhe des gegnerischen Torraums brachte die erste grosse Chance. Verteidiger und Goalie hatten nur unsere Nummer 8 im Fokus. Ein schneller Backhand-Pass durch den Slot von Bumbacher erreichte De Santis, der frei vor dem leeren Tor stand. Es brauchte nur eine leichte Berührung – und die Halle wurde zum ersten Mal an diesem Nachmittag richtig laut. Nach genau 7 Minuten stand es 1:0 für die Legion.
Doch dieses Resultat hielt nicht lange. Nur 40 Sekunden später gab es Druck in der eigenen Ecke. Saggiorato eilte zur Hilfe, eroberte sauber den Ball und leitete in die Mitte auf Buck weiter, der das freie Feld vor sich sah – abgesehen von einem Verteidiger, den Steiger sauber auf seiner Seite binden konnte. Buck hatte freie Bahn, überquerte das ganze Feld und setzte den Ball halbhoch in die weite Ecke. 2:0 für die Legion. Das Selbstvertrauen war getankt.
Mit immer mehr Ballbesitz kam Uster nur selten aus den eigenen Reihen. Trotzdem musste Lepri hier und da eingreifen. In der 12. Minute fing er einen Ball souverän ab, sprang blitzschnell auf und warf lang auf Buck, der quer durch die Mitte zu Steiger spielte, welcher das 3:0 erzielte. Kurz darauf versprang bei einer Auslösung S. Baumgartner der Ball direkt in die Kelle von Usters Spieler Kühner, der seinen Mitspieler Meier auf der linken Seite freistehend fand. So stand es nach 13 Minuten 3:1.
Doch auch dieses Resultat hielt nicht lange. Die Legionäre waren entsetzt, als der ehemalige Mitspieler Strumpf in der 16. Minute das zweite Tor für Uster schoss und mit dem bekannten Jubel „der Giraffe“ feierte. Nervosität kam wieder auf. Die nächsten Minuten verliefen relativ ruhig, aber mit viel Ballbesitz in den eigenen Reihen. Dem Team war bewusst, dass es mit einer Zweitore-Führung in die Pause musste, um das nächste Drittel nicht mühsamer zu machen. Besonders bewusst war sich das Steiger, der 5 Sekunden vor Drittelsende einen Fehlpass des gegnerischen Verteidigers direkt ins Netz von Basler donnerte. Zwischenstand nach dem ersten Drittel: 4:2 für die Legion.
ZWEITES DRITTEL
Das zweite Drittel begann wieder ruhig, mit viel Ballbesitz für die Blauen. Chancen gab es auf beiden Seiten, sodass sich weder Basler noch Lepri ausruhen konnten. Die Legion spielte immer mutiger und blieb auch ohne Ball oft hoch stehen.
In der 27. Minute spielte Leu einen Auslösungspass auf Saggiorato, der sich schnell von der Bande in die Mitte löste – Schuss, Tor! 5:2 Legion Wasserschloss. Doch nur Sekunden später liefen Usters Attiger und Schmid ein 2-gegen-1 gegen N. Baumgartner, das sie simpel zum 5:3 verwandelten. 34 Sekunden danach verkleinerte Fitzner auf Zuspiel von Gallati den Abstand sogar auf 5:4. Die Situation wurde eng.
Nachdem Leu unglücklich ausgerutscht war und den Gegner „umgegrätscht“ hatte, kassierte er für Bodenspiel 2 Minuten. Er wusste aber von der Stärke des Boxplays: „In der 1. Liga haben wir zu viert auch getroffen, also hoffte ich, dass das auch in der 2. Liga funktioniert.“ Und er sollte recht behalten: Schon 15 Sekunden später eroberten die Legionäre den Ball, schickten Meindl ins 1-gegen-0. Gallati konnte ihn nur unfair stoppen und es gab folgerichtig einen Penalty. Saggiorato griff zu seiner Stocksocke und nahm seinen Zorrostock zur Hand. Mit vollem Vertrauen war es für das Team selbstverständlich, dass Saggiorato diese Chance nutzte und es wenige Sekunden später 6:4 stand. Mit einem lauten «Defence» von der Bank und viel Unterstützung der Fans verging die noch laufende Strafe ohne weitere Gefahren. Wieder komplett, hielt die Legion den Druck hoch. In der 39. Minute vollendete Saggiorato auf Zuspiel von M. Peterhans seinen Hattrick. Mit einer Dreitore-Führung ging es in die zweite Pause.
DRITTES DRITTEL
In der Garderobe hiess es: „Sie haben jetzt Druck, sie müssen kommen. Wir müssen nur ihre Fehler ausnützen.“ Uster wusste das ebenfalls und stand nun auch höher. In der 43. Minute erzielte Cappelletti nach einem Freistoss am zweiten Pfosten das 7:5, da Bumbacher seinem Gegenspieler zu viel Platz liess. Uster hatte noch nicht aufgegeben.
Doch Buck wollte den aufkommende Schwung brechen. In der 44. Minute legte er auf Steiger auf, der mit einer Finte zwei Gegner stehen liess und zum 8:5 traf. Nur eine Minute später legte Buck für Saggiorato auf, der zum 9:5 traf. Uster wurde unruhiger. In der 48. Minute kassierte Ofner nach einem Stockschlag gegen Bumbacher 2 Minuten. Erste Überzahl für die Legion. Da sich Galatti noch vor Ablauf zu seinem Teamkollegen auf die Strafbank gesellte, konnte die Legion kurz in doppelter Überzahl agieren. Nach kurzer doppelter Überzahl nutzte Buck auf Zuspiel von Saggiorato die Gelegenheit und machte das „Stängeli“ voll. Kurz danach traf De Vries nach einem starken Lauf durch die Box ins nahe Eck – 11:5.
In der 52. Minute schoss Saggiorato auf Zuspiel von Buck sein fünftes Tor des Tages. 12:5. Uster nahm ein Timeout. Jauner, welcher frisch im letzten Drittel eingewechselt wurde, kam seiner Meinung nach bis jetzt ein bisschen zu kurz wegen der ganzen Überzahlsituationen. So jagte er die Verteidiger von Uster hin und her, meinte es allerdings ein bischen zu gut und durfte in der 54. Minute auch noch auf die Strafbank sitzen. Uster agierte zum zweiten Mal in Überzahl, blieb aber wieder erfolglos. Dies änderte sich als Ofner auf der Mittellinie aufzog und Lepri, welcher schon mit dem Kopf im Bier war, sauber im Lattenkreuz erwischte. Eine Minute später fiel der letzte Treffer der Partie für Uster zum 12:7-Endstand.
FAZIT
Ein durchzogenes Spiel, das einige Schwachstellen der Legion aufzeigte – Punkte, die Coach Schoop und Affolter sicher bereits besprochen und im Training angepasst haben. Positiv sticht aber die Offensive hervor. Es funktionierte fast alles, so viele Tore gab es letzte Saison nie. Insgesamt ein erfolgreicher Saisonstart für das Fanionteam.
Ein grosser Dank geht an alle Fans, die erschienen sind, um das Team zu unterstützen. Weiter geht es bereits nächsten Samstag auswärts gegen den ESV Eschenbach. Jetzt heisst es zweimal gut trainieren und dann den Tabellenlead angreifen.
Hopp Legion!