Kaltstart für das Fanionteam in die Abstiegsspiel-Serie
Nach einem miserablen Startdrittel verliert das Herren I der Legion Wasserschloss auswärts gegen den 2. Ligisten UHC Einhorn Hünenberg mit 9:6.
Nach der bitteren Pille im Wankdorf hatten die Jungs von Legion Wasserschloss zwei Wochen Zeit, das Geschehene zu verarbeiten, ehe nun die nächste Serie ansteht: die Auf-/Abstiegsspiele in die 1. bzw. 2. Liga. Der Modus bleibt derselbe – eine Best-of-5-Serie – und erneut hat der Gegner den Heimvorteil. In den vergangenen zwei Wochen konnte sich die Mannschaft gefühlt von der bitteren Niederlage gegen die Bern Capitals erholen, und man war bereits wieder fokussiert und motiviert für die anstehende Serie, welche am Sonntag, 30. März 2025, um 18:00 Uhr in Rotkreuz angepfiffen wurde.
Der Start ins Spiel war jedoch eine Katastrophe. Man brachte keinen Fuss vor den anderen, was dazu führte, dass man nach 20 Minuten völlig verdient mit 0:4 im Hintertreffen lag.
In der Drittelspause musste ein Ruck durch die Mannschaft gehen – das wurde in der Garderobe auch deutlich angesprochen. Und tatsächlich merkte man bereits zu Beginn des zweiten Drittels, dass die Mannschaft den Reset-Knopf gefunden hatte und sich allmählich ins Spiel zurückbiss. Die Belohnung folgte in der 24. Minute: Manuel Peterhans nahm einen Schuss „von der blauen Linie“ und der Ball fand den Weg ins Tor – 4:1, die Legion lebte (dachte man). Doch die Antwort der Fabeltiere folgte prompt: In der 28. Minute stellten sie den Vier-Tore-Vorsprung wieder her.
Trotzdem war spürbar, dass sich die Spieldynamik verändert hatte. Die Jungs aus dem Ostaargau tauchten immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. In der 31. Spielminute gelang Bumbacher in Unterzahl auf Pass von N. Baumgartner das 5:2, in der 33. Minute verkürzte S. Baumgartner auf Vorarbeit von Meindl auf 5:3 – und dieselbe Combo, diesmal in umgekehrter Reihenfolge, erzielte nach rund 35 Zeigerumdrehungen auch noch das 5:4 – LEGION LEBTE (dachte man).
Der Schwung konnte leider nicht bis zur Drittelpause mitgenommen werden. Noch vor der Sirene musste man das 6:4 hinnehmen. Kurz darauf bot sich zwar noch eine Powerplay-Chance, doch diese blieb ungenutzt. So ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand zum Pausentee.
Da man kurz vor Ende des zweiten Drittels noch eine Strafe kassierte, starteten die Legionäre ins letzte Drittel in Unterzahl. Diese Gelegenheit wussten die Innerschweizer Einhörner zu nutzen und stellten im Powerplay auf 7:4. In der 53. Spielminute erhöhten die Hausherren sogar auf 8:4. Zwar konnten die Legionäre noch zwei Tore erzielen, mussten allerdings auch einen Gegentreffer ins verwaiste Tor hinnehmen, was schlussendlich zu einer 9:6-Niederlage führte.
Das Spiel war – leider – genauso humorlos wie dieser Matchbericht. Besonders im ersten Drittel konnte man nichts von dem umsetzen, was man sich vorgenommen hatte. Alle Spieler sparten sich den berühmten Schritt, wirkten wie gelähmt – und nach dem Vorrundenspiel gegen die Hornets war dies wohl die schwächste Saisonleistung.
Dennoch ist allen bewusst: Es war nur ein Spiel. Die Serie ist noch lang.
Wenn die Jungs im nächsten Aufeinandertreffen zu ihrem Spiel finden, die einfachen Dinge richtig machen und mit Herz verteidigen, dann ist ein Sieg im Heimspiel am Freitag alles andere als unrealistisch.
Das erste Heimspiel der Serie findet am 04. April 2025 um 20:00 Uhr im GoEasy statt.
Wir freuen uns riesig auf eure zahlreiche Unterstützung – Lasst uns die Arena zum Brennen bringen – so wie bei den Heimspielen gegen die Bern Capitals!
UHC Einhorn Hünenberg – Legion Wasserschloss 9:6 (4:0, 2:4, 3:2)
Tore: 1. Bratschi (Furger) 1:0, 5. Barmettler (Bratschi) 2:0, 13. Zwahlen (Bratschi) 3:0, 16. Barmettler (Rüegger) 4:0, 24. M. Peterhans (Saggiorato) 4:1, 28. Murer (Zwahlen) 5:1, 31. Bumbacher (S. Baumgartner) 5:2, 33. S. Baumgartner (Meindl) 5:3, 35. Meindl (S. Baumgartner) 5:4, 36. Andreoli 6:4, 41. Furger (Zwahlen) 7:4, 53. Andreoli (Crapanzano) 8:4, 54. Meindl (S. Baumgartner) 8:5, 57. Bratschi 9:5, 57. Peterhans (S. Baumgartner) 9:6.
Strafen: 4x 2 Minuten gegen UHC Einhorn Hünenberg, 3x 2 Minuten gegen Legion Wasserschloss
Für die Legion im Einsatz:
Lars Meier (T), Dario Weibel, Sascha Baumgartner, Tim Schmid, Nico Baumgartner (C), Dominik Bumbacher, Miro Strumpf, Gianni Baumgartner, Remo Saggiorato, Yannick Kalt, Orell Saxer, Lukas Meindl, Andrin Cimma, Tim Dauwalder, Manuel Peterhans, Dylan Zimmermann, Nico Baumann, Marco Bonadei (T), Noël Peterhans, Thilo de Vries, Colin Trobl, Simon Bachmann
Staff: Manuel Schoop, Carol Schaffner, Florian Froelich